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Zierpflanzenbau

Produktion von Zierpflanzen im Gewächshaus

Produktion von Zierpflanzen im Gewächshaus

Der Zierpflanzenbau, die neben dem Gemüsebau aus volkswirtschaftlicher Sicht wichtigste Sparte des Produktionsgartenbaus, trägt in Baden-Württemberg etwa ein Drittel zum Produktionswert des Gartenbaus bei. Der Großteil der baden-württembergischen Zierpflanzenbaubetriebe ist den Einzelhandelsgärtnereien zuzurechnen. Sie befinden sich überwiegend in den dichter besiedelten Gebieten.

Nach den Ergebnissen der Zierpflanzenbauerhebung ist die Gesamtzahl der Betriebe seit 1988 um 30 Prozent auf 1.486 Betriebe zurückgegangen.

Seitdem hat sich auch die Grundfläche des Zierpflanzenbaus um 30 Prozent reduziert. Inzwischen beträgt sie 804 Hektar. Wie in anderen Bereichen des Gartenbaus stehen auch im Zierpflanzensektor heimische Produzenten im Wettbewerb mit internationalen Unternehmen. Nach wie vor wird vor allem im Schnittblumensegment ein Großteil der Erzeugnisse aus dem Ausland importiert.

Im Bundesvergleich bleibt Baden-Württemberg allerdings mit einer Grundfläche von 543 Hektar im Freilandanbau und 261 Hektar im Unterglasanbau nach Nordrhein-Westfalen und Bayern weiterhin ein wichtiger Produzent von Blumen und Zierpflanzen.

Der Absatz von baden-württembergischen Blumen und Zierpflanzen läuft im Wesentlichen über zwei Kanäle: Etwa 60 Prozent der Erzeugung kauft der Endverbraucher direkt bei seiner Gärtnerei. Weitere Absatzwege sind ein eigener Fahrverkauf und die Wochenmärkte. Rund 40 Prozent des Absatzes werden über sieben Blumengroßmärkte und vier Abholmärkte abgewickelt.