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Pressemitteilung 219/2002

MinisterWilli Stächele MdL:

" PLENUM schmiedet neue Allianzen für den Ländlichen Raum"

Startschuss: Viertes PLENUM Gebiet "Kaiserstuhl" in Baden-Württemberg als kreisübergreifendes Projekt zur nachhaltigen Landnutzung eröffnet

09.07.2002 "Mit PLENUM schützen wir jetzt auch am Kaiserstuhl die wertvolle Kulturlandschaft durch eine maßvolle naturschutzorientierte Nutzung ", sagte der Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Willi Stächele MdL, am Dienstag (9. Juli) in Vogtsburg (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) anlässlich der Bewilligung des vierten PLENUM-Gebietes "Kaiserstuhl". "Nach den bisher guten Erfahrungen bei der Erhaltung von Kulturlandschaft und der Weiterentwicklung von Lebensräumen für Menschen, Tieren und Pflanzen fördern wir die Ideen vor Ort", so der Minister. Ziel sei eine nachhaltige, naturverträgliche und ökonomisch erfolgreiche Nutzung der Landschaft und demnach auch ein idealer Ansatz der Regionalentwicklung. Für die Projektförderung werden zunächst in 2003 bis zu 160.000 Euro bereit gestellt. Danach werden Projekte bedarfsorientiert vom Land mitfinanziert. Zudem erhalte die PLENUM-Geschäftsstelle bis zu 165.000 Euro jährlich.

Minister Stächele begrüßte die Konzeption, die die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen gemeinsam mit Gemeinden, Vertretern des Weinbaus, der Landwirtschaft, des Naturschutzes, des Tourismus und des Regierungspräsidiums für das neue PLENUM - Gebiet "Kaiserstuhl" erstellt haben. "Eine reizvolle Landschaft wird dank des Weitblicks vieler Beteiligten durch neue Wege in der Naturschutzpolitik mit und für die Menschen der Region erhalten" lobte der Minister.

PLENUM (Projekt des Landes zur Erhaltung und Entwicklung von Natur und Umwelt) ist ein baden-württembergisches Naturschutzprojekt, das eine natur- und umweltverträgliche nachhaltige Regionalentwicklung ermöglicht. Mit PLENUM soll, so Minister Stächele, erreicht werden, dass entsprechend den Zielen des Naturschutzes in Natur und Landschaft gewirtschaftet und geplant werde. Durch Umstrukturierungen in Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Tourismus, Gewerbe und Siedlungsentwicklung werden nachhaltige, naturschutzgemäße Nutzungsweisen bewirkt. Voraussetzungen für die Akzeptanz von PLENUM sind unter anderem die Beteiligung der Bevölkerung und Freiwilligkeit der Maßnahmen.

Die Landwirtschaft ist mit 47 Prozent der größte Landnutzer. "Für PLENUM und den Naturschutz ist es deshalb außerordentlich wichtig, dass die Landwirtschaft erhalten bleibt", stellte Stächele fest. "Ebenso wichtig ist es, dass Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucher ihre gemeinsame Verantwortung für die Landschaft wahrnehmen" sagte Stächele.

Derzeit gibt es in Baden-Württemberg drei PLENUM - Gebiete: "Allgäu-Oberschwaben", "Kreis Reutlingen" und "Westlicher Bodensee". Diese Gebiete erhalten jährlich 435.000 Euro Fördermittel vom Land für Projekte und den Betrieb der Geschäftsstelle. Neben dem PLENUM - Gebiet Kaiserstuhl soll dieses Jahr auch das PLENUM - Gebiet Heckengäu in den Landkreisen Böblingen, Calw, Enzkreis und Ludwigsburg eingerichtet werden.

Hinweis:

Weitere Informationen sind im Internet unter: www.mlr.baden-wuerttemberg.de unter Themen bei Naturschutz zu finden.