Das Modellprojekt MELAP PLUS
Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) führt im Rahmen des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) ein Modellprojekt zur Eindämmung des Landschaftsverbrauchs durch Aktivierung des innerörtlichen Potenzials (MELAP PLUS) durch.
MELAP PLUS begegnet dem nach wie vor hohen Flächenverbrauch und den sich verschärfenden Strukturproblemen vor allem im Ländlichen Raum. Anhand von modellhaften und übertragbaren Innenentwicklungsprojekten werden Vorgehensweisen entwickelt, die die Ortskerne beleben, ein attraktives Wohn- und Arbeitsumfeld mit ausreichenden Freiräumen schaffen und so die Ausweisung von neuen Wohngebieten vermeiden. Dabei werden die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbezogen. Die Ergebnisse des Modellprojekts werden anschließend veröffentlicht, damit andere Gemeinden diese als Arbeitshilfe für eine eigene zukunftsgerechte Innenentwicklung nutzen können.
Es wurden 13 Modellprojekte ausgewählt, die verschiedene Regionen in Baden-Württemberg und unterschiedliche Problemstellungen repräsentieren:
- Bad Wurzach, Ortsteil Arnach (Landkreis Ravensburg)
- Crailsheim, Ortsteil Jagstheim (Landkreis Schwäbisch Hall)
- Durlangen, Ortsteil Durlangen (Ostalbkreis)
- Ertingen, Ortsteil Binzwangen (Landkreis Biberach)
- Geislingen, Ortsteil Erlaheim (Zollernalbkreis)
- Hüfingen, Ortsteil Mundelfingen (Schwarzwald-Baar-Kreis)
- Lauchheim, Ortsteil Röttingen (Ostalbkreis)
- Lauda-Königshofen, Ortsteil Heckfeld (Main-Tauber-Kreis)
- Leibertingen, Ortsteil Kreenheinstetten (Landkreis Sigmaringen)
- Sinsheim, Ortsteile Adersbach, Ehrstädt, Hasselbach (Rhein-Neckar-Kreis)
- St. Blasien, Ortsteil Menzenschwand gemeinsam mit Bernau (Landkreis Waldshut)
- Vogtsburg, Ortsteil Achkarren (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald)
- Wallhausen, Ortsteil Michelbach (Landkreis Schwäbisch Hall)
Bis zum Jahr 2015 werden private, gewerbliche und kommunale Projekte aus Mitteln des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum gefördert. Je nach Problemlage und Größe der Modellorte erhält jedes Modellprojekt Fördermittel zwischen 500.000 und 1,5 Millionen Euro.
MELAP PLUS wird von Dr. Barbara Malburg-Graf und Prof. Kerstin Gothe, die sich zum Projektteam PFEiL (Planung-Forschung-Entwicklung im Ländlichen Raum) zusammengeschlossen haben, wissenschaftlich begleitet.


