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Landwirtschaft

Die Landwirtschaft in Baden-Württemberg ist durch ein breites Spektrum an Agrarmärkten gekennzeichnet - vom Obst- und Weinbau, über die Milchvieh- und Hühnerhaltung bis hin zum Ackerbau. Diese regionale Agrarproduktion stärkt nicht nur die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die Sozialstruktur des Ländlichen Raums. Sie leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit, zur Reinhaltung der Luft und des Grund- und Oberflächenwassers sowie zur Klimaverbesserung.

Die Instrumente der Agrarpolitik des Landes Baden-Württemberg und der EU sind darauf ausgerichtet, diese vielfältigen gesellschaftlichen Leistungen unserer Landwirtschaft zu unterstützen. Pflege der Kulturlandschaft, schonender Umgang mit der Natur, Erhaltung der sozialen Strukturen im Ländlichen Raum - Landwirte, die hier einen Beitrag leisten, werden daher durch die Agrarpolitik unterstützt. Verbraucher erwarten von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, dass sie gesund und hochwertig sind. Die Agrarförderung trägt diesem Anspruch Rechnung. Ein Großteil der Hilfen ist an die Einhaltung von Standards in den Bereichen Umwelt, Lebensmittelsicherheit sowie Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze gebunden.

Die Globalisierung und der teilweise Rückzug der Agrarpolitik aus der Marktstützung führen dazu, dass unsere Agrarwirtschaft immer stärker von den Entwicklungen auf den Weltmärkten geprägt wird. Fragen der Unternehmensführung werden damit für die Landwirte immer wichtiger.

Neben der Produktion von Nahrungsmitteln nimmt in Baden-Württemberg auch die Erzeugung von Bioenergie an Bedeutung zu.

Baden-Württemberg ist bundesweit Vorreiter beim Ökologischen Landbau. Über 5000 Betriebe bewirtschaften heute 6,4 % der landwirtschaftlichen Fläche und die Zahl der Biobauern hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdreifacht. Gesunde Ernährung, Ökologie, Nachhaltigkeit - diese Motive der Verbraucher werden den Ausbau des Ökologischen Landbaus sicherlich weiter befördern.

Verbraucher fordern zu Recht einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit der Grünen Gentechnik. Mit dem neuen Gentechnikgesetz wurde daher in Deutschland eine wichtige Grundlage für den verantwortungsvollen Umgang mit der Grünen Gentechnik gelegt. Die Verbraucher können durch die "Ohne Gentechnik"-Kennzeichnung nun selber darüber entscheiden, ob und in welchem Umfang sie gentechnisch veränderte Lebensmittel nachfragen wollen.

Direktvermarktung, Urlaub auf dem Bauernhof und andere Dienstleistungen ermöglichen es unserer Landwirtschaft, zusätzliche Einkommensquellen zu erschließen. Es sind vor allem die Frauen im ländlichen Raum, die solche kreativen und neuen Ideen entwickeln und Betriebszweige gründen und managen.