Einfuhrregelung für tierische Erzeugnisse für den persönlichen Verbrauch neu geregelt

Zur Verhinderung der Einschleppung von Tierseuchen durch Lebensmittel tierischer Herkunft oder Heimtierfuttermittel wurden die entsprechenden Vorgaben in Form der EU-Verordnung (EG) Nr. 206/2009 einheitlich gefasst.

Diese sind ab dem 1. Mai 2009 verbindlich anzuwenden.

Grundsätzlich ist die Einfuhr von Fleisch, Fleischerzeugnissen, tierischen Fetten sowie Milch und Milchprodukten ohne vorherige Veterinärkontrolle verboten.

Ausnahmen gelten nur für bestimmte Drittländer (Schweiz, Liechtenstein, Andorra, Norwegen und San Marino) ohne Mengenbegrenzung bzw. für besondere Drittländer wie den Färöern, Island, Grönland und Kroatien bis zu einer Gesamtmenge von 10 kg.

Das Mitführen von Säuglingsmilch oder Spezialnahrung sowie sonstigen tierischen Lebensmitteln ist ebenfalls mengenmäßig auf 2 bzw. maximal 10 kg beschränkt.

Das Mitführen von Fisch bzw. Fischerzeugnissen ist auf max. einen ausgenommen Frischfisch bzw. eine Maximalmenge von 20 kg begrenzt. Lediglich die Einfuhr aus Island oder den Färöern ist für Fisch und Fischerzeugnisse mengenmäßig nicht begrenzt.

Neuerdings ist auch das Mitführen von Heimtierfuttermitteln verboten (Rohware). Ausgenommen hiervon sind die Färöern, Island, Kroatien und Grönland bzw. sogenannte Spezialfuttermittel bis zu einer Menge von 2 bzw. 10 kg, sofern es sich ein Markenfabrikat in einer Fertigpackung handelt, welches vor dem Öffnen keiner Kühlpflicht unterliegt.

Die illegale Einfuhr derartiger tierischer Erzeugnisse ist strafbewehrt; evtl. anfallende Entsorgungskosten (Müllverbrennung) werden den Verursachern in Rechnung gestellt.

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