Sie sind hier: StartseiteLandwirtschaftAgrarmärkte > Rindermarkt

Rindermarkt

Entwicklung der Rinderhaltung in Baden-Württemberg

Die Rinderhaltung stellt für die Landwirtschaft in Baden-Württemberg den wichtigsten Produktionszweig dar. Rund 30 % der Verkaufserlöse der Landwirtschaft im Land stammen aus dem Verkauf von Milch und Schlachtvieh. Die Rindfleischerzeugung ist eng mit der Milcherzeugung verknüpft. Da etwa 1/3 des Rindfleisches aus der Schlachtung von Milchkühen stammt, hat die weitere Entwicklung der Milcherzeugung einen massiven Einfluss auf die Rindfleischmenge im Land. Die spezialisierte Mastbullenhaltung spielt in Baden-Württemberg eine untergeordnete Rolle.

Die Rinderhaltung hat in Baden-Württemberg in den letzten Jahren kontinuierlich abgenommen, derzeit werden noch rund 1 Mio. Tiere gehalten, insbesondere im Osten des Landes. Zukünftig ist mit einem weiteren Rückgang zu rechnen. Die Gründe hierfür liegen vor allem in der unbefriedigenden wirtschaftlichen Situation der Betriebe und in der - im Bundesvergleich - ungünstigen Erzeugungsstruktur der Rinder haltenden Betriebe.

Momentan gibt es im Land noch knapp 22.000 Rinderhalter. Der Trend, wonach immer mehr kleinere Betriebe die Rinderhaltung einstellen, während größere Betriebe weiter wachsen, wird sich fortsetzen. Die Zukunft wird zeigen, ob genügend aufstockungswillige Betriebe vorhanden sind und ob die Aufstockungskapazität dieser Betriebe ausreicht, um die Produktion der aufgebenden Betriebe aufzufangen.

Das Land Baden-Württemberg unterstützt den Rindersektor

Ziel der Landespolitik ist es, den Standort Baden-Württemberg für die Rinderhaltung auch in Zukunft attraktiv zu halten und eine wettbewerbsfähige Rindfleischproduktion zu ermöglichen. Das Land Baden-Württemberg unterstützt daher den Sektor durch verschiedene Maßnahmen, z.B. durch Investitionsprogramme (Stallneubau), Agrarumweltprogramme (MEKA), Ausgleichzulagen (für wirtschaftlich benachteiligte Gebiete) und durch die Förderung von Vermarktungsaktivitäten (Verkaufsförderungsaktionen, Qualitätszeichen BW).

Konsumverhalten in Deutschland

Pro Kopf der Bevölkerung werden über 80 kg Fleisch verbraucht, davon allerdings nur 1/7 Rindfleisch. Rindfleisch hat auch auf Grund der aufwendigeren Zubereitung an Attraktivität verloren.