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Landschaftsplanung

Landschaftsplanung ist die "räumliche Fachplanung" des Naturschutzes. Bereits seit 1976 ist sie im Bundes- und im Landesnaturschutzgesetz verankert. Im aktuellen Bundesnaturschutzgesetz ist sie in den §§ 16 - 19 geregelt.

Landschaftsplanung beschreibt einerseits den Ist-Zustand eines Landschaftsraums mit seiner Tier- und Pflanzenwelt, den Schutzgütern Boden, Wasser, Luft und Klima sowie der Siedlungsdichte. Andererseits bewertet sie, wie belastbar eine Landschaft ist, welche Teile schützenswert sind, wie ein Ökosystem zu sichern ist oder wie man dessen Leistungsfähigkeit erhalten bzw. wiederherstellen kann.

Die Landschaftsplanung liefert auch Bewertungsmaßstäbe für die Umweltverträglichkeitsprüfungen bzw. Verträglichkeitsprüfungen bei Natura 2000-Gebieten. Darüber hinaus zeigt sie auf, wo beispielsweise Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft sinnvoll möglich sind. Auch der im Naturschutzgesetz zwingend vorgeschriebene Biotopverbund wird in Baden-Württemberg über die Landschaftsplanung planerisch festgeschrieben und in der Folge realisiert.

Die Landschaftsplanung ist mehrstufig angelegt und greift auf allen Ebenen der Landes-, Regional- und Bauleitplanung. Auf Landesebene fließen die Inhalte des Landschaftsprogramms in den Landesentwicklungsplan ein. Auf der regionalen Ebene erarbeiten die Regionalverbände Landschaftsrahmenpläne, die dann in den Regionalplänen ihren Niederschlag finden. Auf der kommunalen Ebene werden Landschaftspläne auf Ebene der Flächennutzungspläne und Grünordnungspläne auf Ebene der Bebauungspläne erstellt.