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Forschungsprogramm Wildvögel und Vogelgrippe


Nachdem die Vogelgrippe (Aviäre Influenza) im Februar 2006 auch in Baden-Württemberg aufgetreten ist, hat das Land als erstes und bisher einziges Bundesland ein eigenes Forschungsprogramm zur Vogelgrippe gestartet. Ziel des Landesforschungsprogramms „Wildvögel und Vogelgrippe“ war es, das bisherige Infektionsgeschehen in Baden-Württemberg aufzuklären und schnellstmöglich zielgerichtete risikoorientierte Abwehrmaßnahmen gegen ein zukünftiges Übergreifen von Vogelgrippeviren auf Hausgeflügelbestände oder den Menschen zu entwickeln.

Das Forschungsprogramm hat u.a. das von der Europäischen Kommission vorgegebene Wildvogel-Monitoring ergänzt.

Folgende Institutionen haben mit nachfolgenden Projekten am Landesforschungsprogramm „Wildvögel und Vogelgrippe“ teilgenommen:

Max-Planck-Institut für Ornithologie, Vogelwarte Radolfzell:

Ornithologische Forschungsvorhaben zur Prävalenz und Pathogenität der AI-Erreger in Wasservögeln am Bodensee; Untersuchung des Zugverhaltens von Wasservögeln Icon (WuV001)
Untersuchung des Zugverhaltens von Wasservögeln; Ausweitung der Wasservogelzählung auf unterrepräsentierte Regionen in Baden-Württemberg Icon (WuV010)

Universität Heidelberg, Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie:

Sind Wasservögel der städtischen Parkanlagen oder Kleinvögel an Winterfütterungsplätzen in BW (Nordbaden) mit Vogelgrippe-Viren infiziert? Icon (WuV002)

Regierungspräsidium Stuttgart, Landesgesundheitsamt, Ref. 93 / S3 Wasserhygiene

Entwicklung und Etablierung von molekularbiologischen und zellkulturtechnischen Detektionsmethoden zum quantitativen Nachweis von Influenza-A-Viren in Oberflächenwasser und deren Anwendung bei der Untersuchung relevanter Gewässer in Baden-Württemberg Icon (WuV004)

NABU Vogelschutzzentrum Mössingen

Untersuchungen zum Auftreten der Vogelgrippe bei verletzt gefundenen Wildvögeln in Baden-Württemberg Icon (WuV005)

NABU Baden-Württemberg

Ausweitung und Intensivierung der Internationalen Wasservogelzählung (IWZ) an Gewässern mit Relevanz für Vogelarten der AI-Indikatorgruppen in Baden-Württemberg Icon (WuV006)

Universität Hohenheim, Institut für Umwelt- und Tierhygiene

Bestimmung der Überlebensdauer von aviären Influenzaviren in Wasserbiotopen, Geflügelkot und Kadavern Icon (WuV007)
Untersuchungen zur Übertragbarkeit und zum Vorkommen aviärer Influenzaviren bei Fischen und Invertebraten (Muscheln) Icon (WuV008)

Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart

Zwischen Stadt und Wildnis: Wanderbewegungen der Stuttgarter Graugänse und ihre mögliche Bedeutung für die Ausbreitung der Vogelgrippe Icon (WuV009)

Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Bodensee

Erweiterung des Wasservogel-Monitorings in wichtigen baden-württembergischen Wasservogelgebieten am Bodensee Icon (WuV011)

Arbeitsgemeinschaft Boschert und Hölzinger

Die Vögel Baden-Württembergs im Spannungsfeld der Vogelgrippe (Aviäre Influenza) Icon (WuV012)

Interaktionen zwischen der Hauskatze und der einheimischen, freilebenden Vogelwelt in Baden-Württemberg vor dem Hintergrund möglicher Infektionswege mit pathogenen Vogelgrippeerregern Icon (WuV013)

Universität Ulm, Institut für Experimentelle Ökologie

Greifvogel-Monitoring: Evaluierung des Infektionsrisikos durch hoch pathogene Vogelgrippe-Erreger bei in Baden-Württemberg heimischen Greifvögeln und deren potentielle Überträgerfunktion auf andere Vogelarten und Säuger Icon (WuV014)