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Pressemitteilung 69/2012

Eier aus der Region zur Osterzeit

Minister Alexander Bonde: „Erzeugerstempel auf dem Ei bietet wichtige Orientierung für Verbraucherinnen und Verbraucher beim Einkauf“

04.04.2012 „Zur Osterzeit steigen Nachfrage und Verzehr von Eiern leicht an. Erfreulicherweise zeigt sich auch am geänderten Einkaufsverhalten, dass moderne artgerechte Haltungsformen bei der Kaufentscheidung vieler Verbraucherinnen und Verbraucher eine Rolle spielen. So ist der Kauf von Eiern aus ökologischer Erzeugung um 30 Prozent gestiegen und liegt nun bei neun Prozent, während der Einkauf von Eiern aus Kleingruppenhaltung um 40 Prozent eingebrochen ist und nun bei nur noch vier Prozent liegt“, betonte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, am Mittwoch, (4. April) in Stuttgart. Die Haltung in Kleinkäfigen sei in Deutschland bereits seit 1. Januar 2010 verboten, lediglich Großkäfige („Kleingruppenhaltung“) seien noch erlaubt.

Etwa 60 Prozent der in Deutschland verzehrten Eier stammten aus der Bundesrepublik selbst. „Wer wissen will, wo sein Frühstücksei gelegt wurde, sollte einen Blick auf den Erzeugercode werfen, mit dem jedes Ei gestempelt ist. Daran können Verbraucherinnen und Verbraucher auch erkennen, ob das Ei aus der Region stammt. Handelt es sich bei der zweistelligen Zahl hinter dem Landeskennzeichen DE um die Nummer 08, ist es aus Baden-Württemberg“, sagte der Verbraucherminister.

Schwieriger zu erkennen hingegen sei, wie alt ein Ei tatsächlich ist, da das Legedatum auf dem Erzeugercode nicht angegeben werden müsse. „Das Legedatum können Verbraucher leicht errechnen, indem sie vom angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatum 28 Tage abziehen“, so Bonde. Spätestens 18 Tage nach dem Legedatum sollten Eier gekühlt werden. Dabei sei jedoch die Lagerung entscheidend. „Im abgeschlossenen Eierfach des Kühlschranks sind Eier am besten aufgehoben. Denn extreme Temperaturschwankungen von kalt auf warm lassen das Ei schneller verderben“, sagte der Verbraucherminister.

Im Zweifel verrieten verschiedene Tests, wie frisch ein Ei sei. „Ob ein Ei noch gut ist, können Verbraucher erkennen, indem sie das Ei in ein Glas Wasser legen: Bleibt das Ei am Boden liegen, ist es frisch, ältere Eier richten sich aufgrund der vergrößerten Luftkammer auf oder schwimmen sogar an der Oberfläche“, erklärte Bonde. Eine andere Variante sei auch der „Schütteltest“: Alte Eier verursachten beim Schütteln ein glucksendes Geräusch, da das Eiklar dünnflüssiger sei. Bei frischen Eiern sei dieses Geräusch nicht zu hören.

Warum gesunde Menschen nicht mehr als 2 bis 3 Eier pro Woche essen sollten, ob weiße Eier besser als braune sind und viele weitere wertvolle Informationen und Tipps rund um das Ei gibt es auf Icon www.mlr.baden-wuerttemberg.de oder beim Online-Infodienst Ernährung (Icon www.ernaehrung-bw.info).

Hintergrund:

Der Erzeugercode gibt Auskunft über das Herkunftsland (De steht für Deutschland) und über die Haltungsform der Hennen: 0 steht für Ökologische Haltung, 1 für Freilandhaltung, 2 für Bodenhaltung und 3 für Haltung in Großkäfigen („Kleingruppenhaltung“).